Eberhart Ernst

 

Eberhart Ernst

 

Bern, 16.9.1901 - 14.9.1978, Unterseen

 

Dichter, Autor, Lehrer, Maler, Illustrator, Kalligraphie

Er wuchs in Bern auf und besuchte dort das Gymnasium. Anschliessend Uni Bern und Neuenburg. Kunstschule Neuenburg.

Lehrer Sekundarschule in Unterseen bei Interlaken, ab 1925. Er unterrichtete Sprachen, Geschichte, Zeichnung und Turnen. Eberhard verfasste über 30 Bücher, die er zum Teil selber illustrierte.

Literaturpreisträger der Stadt Bern.

 

Maltechniken: Pastellkreide und Öl.

 

 

Leben

"Die Eltern des Ernst Eberhard von Oberramseren (Kt. Solothurn) stammten aus dürftigen bäurischen Verhältnissen. Der Vater bildete sich ohne besondere Schulung aus eigener Kraft zum Tiefbautechniker heran. Der Sohn wurde in Bern am 16. September 1901 geboren, durchlief die Realabteilung des Städtischen Gymnasiums, studierte dann an der Lehramtschule Sprachen und Geschichte. Seit 24 Jahren amtet er als Sekundarlehrer in Unterseen.

Der Jugend durch Beruf und Neigung verpflichtet, wendet er sich auch in seinen schriftstellerischen Arbeiten anfangs hauptsächlich an sie. Zuerst hat er sich in Tagebüchern mit der eigenen auseinandergesetzt, um dann, unter dem unmittelbaren Einfluss der sich ihm eröffnenden Kinderschicksale, seine Jugendbücher zu schreiben. Eine Liebhaberei, älter als sein literarisches Schaffen, ist die Malerei, die ihn auch heute noch gefangen nimmt. Sie reicht in ihren Wurzeln wohl zum gleichen Grunde wie sein schriftstellerisches Wirken: in die Schönheit. Um das Schöne ringt er auch da immer, sei es in der Schilderung der herben Landschaft, sei es im Gestalten menschlicher Schicksale, die aller Widerwärtigkeiten zum Trotz sich in verklärende Gefilde durchringen. Aufbauend wirken, ohne Lehrhaftigkeit den Sinn für das Schöne wecken - das ist Ernst Eberhards Ziel. Dass dabei die Bergwelt, die um sein Wirkungsfeld in besonders leuchtender Kraft aufgebaut ist, entscheidenden Einfluss auf ihn ausübt, ist fast unnötig zu betonen. Bei so viel Sinn für das Schöne und Sehnsucht nach ihm, war es fast unausbleiblich, dass sich den vielen Wanderungen in der Heimat auch eine Reise in das klassische Land der Schönheit, nach Italien, anschloss." (Quelle: Berner Schrifttum 1925-1950, Francke 1949, S. 42)